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Antragstellung

Es gibt einige Dinge, die Menschen bei der Antragstellung beachten müssen. Der Antrag bezieht sich in der Regel auf den Monatsanfang. Das heißt, der Antrag ist fast immer rückwirkend. Zum Beispiel: Sie stellen den Antrag am 15. Juli. Der Antrag gilt dann aber rückwirkend ab dem 1. Juli.

Sie müssen Ihre Angaben deswegen immer für den ganzen Monat machen. Das ist besonders wichtig bei den Angaben über Ihr Einkommen.

(Auszug aus "Einfach erklärt – Wichtige Begriffe im Zusammenhang mit der Grundsicherung für Arbeitsuchende" heausgegeben von Bundesagentur für Arbeit, 90327 Nürnberg, Geldleistungen und Recht SGB II (GR 1), Mai 2019)

Dieses Video erklärt Ihnen, wie Sie die Fragen bei der Antragstellung auf Arbeitslosengeld II richtig beantworten:

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Arbeitsgelegenheiten

Arbeitsgelegenheiten (oft „Ein-Euro-Jobs“ genannt) sind sozialversicherungsfreie Tätigkeiten, die im öffentlichen Interesse liegen. Sie stellen eine Zwischenstation auf dem Weg in den Arbeitsmarkt dar. Im Jobcenter Wesermarsch werden verschiedene Arbeitsgelegenheiten angeboten. Wenn Sie Interesse daran haben, wenden Sie sich bitte an Ihre Arbeitsvermittlerin oder Ihren Arbeitsvermittler.

Zum Thema

Arbeitslosengeld

Arbeitslosengeld wird aus der Arbeitslosenversicherung finanziert. Daher haben nur Personen Anspruch, die vorher in diese Versicherung eingezahlt haben. Die Höhe und Dauer des Anspruchs richtet sich danach, wie lange und wie viel eingezahlt wurde. Welche Voraussetzung Sie genau erfüllen müssen, können Sie auf der Webseite der Agentur für Arbeit nachlesen.

Sollte das Arbeitslosengeld nicht reichen um Ihren Lebensunterhalt zu finanzieren, können Sie aufstockend Arbeitslosengeld II beantragen.

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Arbeitslosengeld II

Das Arbeitslosengeld II (ALG II, auch Hartz IV genannt) ist für Menschen, die keine Arbeit haben. Arbeitende Menschen können auch Arbeitslosengeld II bekommen. Das geht aber nur, wenn sie nicht genug Geld zum Leben haben. Wenn Menschen Arbeitslosengeld II bekommen wollen, müssen sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen:

  • Sie müssen mindestens 15 Jahre alt sein.
  • Sie bekommen keine Altersrente, weil sie zu jung sind.
  • Sie sind in der Lage, zu arbeiten. Das heißt, sie sind erwerbsfähig.
  • Sie brauchen Hilfe, um für ihren Lebensunterhalt zu sorgen. Das heißt, sie sind hilfebedürftig.
  • Sie müssen sich in Deutschland aufhalten. Das heißt, sie müssen in Deutschland leben.

Menschen haben nur dann einen Anspruch auf Arbeitslosengeld II, wenn sie in der Lage sind, zu arbeiten. Der Anspruch ist im 2. Sozialgesetzbuch (SGB II) geregelt.

Die Geldleistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende werden aus Steuermitteln finanziert, nicht aus der Arbeitslosenversicherung. Die Höhe der Leistung ist damit nicht von einem zuvor erzielten Arbeitseinkommen abhängig, sondern davon, was Sie zum Leben mindestens benötigen und nicht selbst aufbringen können.

(Auszüge aus "Einfach erklärt – Wichtige Begriffe im Zusammenhang mit der Grundsicherung für Arbeitsuchende" herausgegeben von Bundesagentur für Arbeit, 90327 Nürnberg, Geldleistungen und Recht SGB II (GR 1), Mai 2019 und "Merkblatt Arbeitslosengeld II/Sozialgeld – Grundsicherung für Arbeitsuchende", herausgegeben durch Bundesagentur für Arbeit Geldleistungen und Recht SGB II August 2019)

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Arbeitsunfähigkeit

Arbeitsunfähigkeit liegt nach der Definition des Gemeinsamen Bundesausschusses dann vor, wenn der Versicherte aufgrund von Krankheit seine zuletzt vor der Arbeitsunfähigkeit ausgeübte Tätigkeit nicht mehr oder nur unter der Gefahr der Verschlimmerung der Erkrankung ausführen kann. Arbeitsunfähigkeit liegt auch vor, wenn aufgrund eines bestimmten Krankheitszustandes, der für sich allein noch keine Arbeitsunfähigkeit verursacht, absehbar ist, dass aus der Ausübung der Tätigkeit für die Gesundheit oder die Gesundung negative Folgen erwachsen, die eine Arbeitsunfähigkeit unmittelbar hervorrufen.

(Auszug aus https://aok-bv.de/lexikon/a/index_00196.html, abgerufen am 11.09.2019 um 11:40 Uhr)

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Arbeitsvermittlung

Ihre persönliche Ansprechpartnerin oder ihr persönlicher Ansprechpartner der Arbeitsvermittlung – oft auch Integrationsfachkraft genannt – unterstützt Sie unter anderem  bei der Suche nach einem Arbeits- oder Ausbildungsplatz. Sie oder er sucht gemeinsam mit Ihnen nach geeigneten Weiterbildungsangeboten und Nebenverdiensten. In der Arbeitsvermittlung können Sie sich auch über Fördermöglichkeiten in Zusammenhang mit einer Arbeitsaufnahme informieren. Im Jobcenter Wesermarsch gibt es in der Arbeitsvermittlung spezialisierte Teams, zum Beispiel für Selbstständige oder Alleinerziehende.

Aufstocker

Aufstocker sind Personen, die zusätzlich zum Arbeitslosengeld auch Arbeitslosengeld II beziehen. Arbeitslosengeld allein reicht manchmal nicht aus, um den Lebensunterhalt zu bestreiten. In diesem Fall haben Sie die Möglichkeit zusätzlich Arbeitslosengeld II zu beantragten („aufzustocken“).

Umgangssprachlich wird der Begriff auch oft für „Ergänzer“ verwendet.

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