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Miete - Heizung - Umzug

Kosten der Unterkunft und Heizkosten werden, soweit sie angemessen sind, in Höhe der tatsächlichen Aufwendungen übernommen und an Sie ausbezahlt.
Zu den Kosten der Unterkunft zählen insbesondere

  • die zu zahlende Miete
  • anfallende Nebenkosten
  • Kosten für Heizung und für Warmwasser

Mietrichtwerte

Die Angemessenheit der Kosten ist für den Landkreis Tübingen in der seit 1.5.2018 gültigen Tabelle Mietrichtwerte_2018 festgelegt.

Bitte beachten Sie, dass die Mietrichtwerte für abgeschlossene Wohnungen mit Küche und Bad gelten, nicht für Zimmer in Wohngemeinschaften, bei denen Küche und/oder Bad gemeinsam von mehreren Bewohnern genutzt wird. Für Wohngemeinschaftszimmer sind die Wohnungsfläche und die Anzahl der Bewohner der Wohngemeinschaft individuell zu berücksichtigen.

Bis 30.04.2018 galten folgende Mietrichtwerte_2014.

Direktzahlung der Miete an den Vermieter

Wenn Sie die Miete direkt an den Vermieter zahlen lassen wollen, benötigen wir von Ihnen die schriftliche Einwilligung.

Auskünfte an Vermieter werden nur bei Vorliegen einer Vollmacht des Mieters erteilt.

Angemessene Heizkosten

Die angemessenen Heizkosten berechnen sich nach Wohnungsgröße und Heizmaterial.
In strengen Wintern wird zusätzlich auch der Temperaturverlauf berücksichtigt.

Umzug

Wenn Sie in den Landkreis Tübingen zuziehen oder innerhalb des Landkreises umziehen wollen, benötigen Sie die Zustimmung des Jobcenters Landkreis Tübingen.
Wenn Sie eine Wohnung ohne Zustimmung des Jobcenters anmieten, können Ihnen erhebliche finanzielle Nachteile entstehen.
Die Zusicherung wird erteilt, wenn der Umzug notwendig ist und die künftigen Kosten der Unterkunft (Miete) angemessen sind.

Zur Prüfung der Notwendigkeit brauchen wir eine schriftliche Begründung des Umzugsgrundes mit evtl. Nachweisen.

Ein wichtiger Grund liegt zum Beispiel vor, wenn:

  • durch den Umzug eine drohende oder bestehende Wohnungslosigkeit behoben wird,
  • durch den Umzug die Hilfebedürftigkeit beendet oder vermieden wird,
  • der Umzug notwendig ist, um eine tatsächlich nachgewiesene sozialversicherungspflichtige Erwerbstätigkeit außerhalb des Tagespendelbereiches des bisherigen Wohnortes nach § 140 Abs. 4 SGB III (je nach Arbeitszeit 2 bis 2,5 Stunden Gesamtfahrzeit) aufzunehmen oder fortzuführen.

Sprechen Sie daher vor dem Umzug mit der Mietbescheinigung  einem noch nicht unterschriebenen Mietvertrag oder einem schriftlichen Angebot eines Vermieters bei uns vor.

Auszug bei den Eltern

Bei Umzug aus dem elterlichen Haushalt sind zusätzliche Besonderheiten zu beachten. 
Unverheiratete ohne eigenes Kind vor Vollendung des 25. Lebensjahres benötigen die Zustimmung des Jobcenters.
Diese Zusage wird grundsätzlich nur in besonders gelagerten Ausnahmefällen erteilt, z.B. wenn nachweislich schwerwiegende soziale Gründe gegen das Verbleiben in der elterlichen Wohnung sprechen oder der Umzug zur Eingliederung in den Arbeitsmarkt geboten erscheint.
Ohne Kostenzusage werden zukünftig keine Kosten der Unterkunft in Ihrer Berechnung berücksichtigt.

Ich bin Vermieter und mein potenzieller Mieter erhält SGBII-Leistungen

Füllen Sie die Mietbescheinigung gemeinsam mit dem Mieter aus.
Ob die Kaltmiete angemessen ist, können Sie oben bei den Mietrichtwerten nachlesen. Die Angemessenheit ist für eine Zusicherung zum Umzug unumgänglich.
Ist die Miete angemessen, haben Sie und ihr potenzieller Mieter die Möglichkeit auf der Mietbescheinigung anzukreuzen, dass die Miete direkt an den Vermieter überwiesen werden soll.
Mieter und Vermieter müssen beide die Mietbescheinigung unterschreiben.
Anschließend spricht Ihr Mieter mit der Mietbescheinigung beim Jobcenter vor und beantragt die Zusicherung zum Umzug. Erhält ihr Mieter die Zusicherung zum Umzug, kann er den Mietvertrag mit Ihnen zu den zugesicherten Bedingungen unterschreiben und dann beim Jobcenter einreichen.

Beachten Sie, dass der Bescheid über die Zahlungen immer an den Mieter geht.
Wollen Sie  als Vermieter Auskünfte oder die Zahlung der Miete direkt vom Jobcenter erhalten, so benötigen wir vom Mieter eine Einwilligung.

Die Direktzahlung der Miete an den Vermieter kann jedoch im Falle der Einwilligung des Mieters nur so lange erfolgen, als dass ein Anspruch auf Leistungen nach dem SGBII mindestens in Höhe der Miete besteht. Ist der Anspruch auf Leistungen nach dem SGBII geringer als die Miete oder entfällt der Anspruch ganz, erhält der Vermieter keine Mitteilung.