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Arbeitsvermittlung direkt an der Haustüre

Arbeitsgemeinschaft Integration Traunstein -AI TS-

beschreitet im Rahmen von „Hartz IV“ neue Wege

Ausgabejahr 2007
Datum 20.05.2008

Die Erwartungshaltung von Firmen und Unternehmen ist bei dem sensiblen Thema der Personalvermittlung sehr hoch. Handelt es sich dabei um arbeitslose „Hartz IV-Empfänger“, spielen oftmals Vorurteile völlig zu Unrecht eine große Rolle. Es geht dabei stets um Menschen, deren Schicksal von einer passgenauen Arbeit des Vermittlers abhängig ist.

Schon am frühen Morgen ist deshalb Franz Vordermayer von der AI TS im Landkreis Traunstein unterwegs um Arbeitgeber zu besuchen, die Personalbedarf haben. Im Ge­päck hat er die Unterlagen von passenden Bewerbern, die momentan Arbeitslosengeld II -AlG II- beziehen. „Unser Service der persönlichen Arbeitsvermittlung wird von immer mehr Arbeitgebern gerne in Anspruch genommen, weil wir ihnen bei der Besetzung ei­ner freien Stelle mit einer geeigneten Person behilflich sind“ so Franz Vordermayer. „Früher war ich als Arbeitsvermittler überwiegend im Büro tätig und habe Vermittlungs­vorschläge schriftlich unterbreitet. Dies führte häufig zu Verzögerungen und Rückfragen. Jetzt nutze ich mein Büro überwiegend als Basis für den Erfahrungs- und Informations­austausch mit den Kolleginnen und Kollegen und die notwendigen Büroarbeiten.“

Häufig fährt der Arbeitsvermittler noch bei seinen Kunden, den Beziehern von ALG II, vorbei, um sie über vereinbarte Vorstellungstermine zu informieren und vor zu bereiten. Wenn es schnell gehen muss oder die Bewerber unsicher sind, begleitet er sie auch direkt zur Firma. „Das Vorstellungsgespräch muss aber schon der Arbeitsuchende füh­ren. Bei Sprachproblemen oder Behinderungen bin ich selbstverständlich behilflich“, erläutert Vordermayer.

„Das Sozialgesetzbuch II gibt uns die Möglichkeit innovativ und kreativ gegen die Arbeitslosigkeit im Landkreis Traunstein vor zu gehen. Mit der Strategie „assistierte Arbeitsvermittlung“ beschreitet die Arbeitsgemeinschaft Integration Traunstein

neue Wege bei der Eingliederung arbeitsloser AlG II-Empfänger“ erklärt Christian Reiter, Geschäftsführer der AI TS.

Gerade Menschen, die schon seit längerer Zeit Arbeit suchen und viele Probleme zu meistern haben, profitieren von der individuellen Betreuung. Eine schriftliche Bewerbung allein führt häufig zu einer raschen Absage. Durch die persönliche Präsentation des Kunden und die guten Kontakte zu den Betrieben öffnen sich in vielen Fällen die Türen für eine Beschäftigung leichter.

Franz Vordermayer leistet im Bedarfsfall auch nachgehende Betreuung für Betrieb und Arbeitnehmer. „Natürlich können nicht alle unsere Vermittler auf diese Weise arbeiten. Über 3.000 Kunden müssen betreut und beraten werden, deshalb können und wollen wir auf unsere Arbeit in den Beratungsbüros nicht verzichten, sie ist ein wichtiger Be­standteil unseres gesetzlichen Auftrages, arbeitslose Menschen beruflich zu integrie­ren“, so Reiter.

Der Erfolg gibt der AI TS recht: Seit April konnte Franz Vordermayer auf diese Weise 31 Menschen in Arbeit vermitteln, damit zumeist auch ihre Hilfebedürftigkeit beenden und wieder Lebenshoffnung schenken.

Franz Vordermayer, Arbeitsvermittler der AI TS Franz Vordermayer, Arbeitsvermittler der AI TS Quelle: AI TS

Bild: Franz Vordermayer, Arbeitsvermittler der AI TS