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"Soziale Verantwortung übernehmen"

Gelungene Integration: Sergej Bossler (44) arbeitet seit elf Monaten bei Bauunternehmer Hubert Bauer in Tittmoning

Ausgabejahr 2008
Datum 16.10.2008

Tittmoning: "Wichtig ist, dass bei guter Konjunktur möglichst viele Menschen in den Arbeitsmarkt integriert werden", erläutert Dr. Franz Prast, Vorstand im Bereich Grundsicherung der Regionaldirektion Bayern der Agentur für Arbeit. "Wir haben hier einen Mitbürger, bei dem die Integration wunderbar geklappt hat." Sergej Bossler (44) arbeitet seit elf Monaten für Hubert Bauer aus Harmoning bei Tittmoning, der sehr zufrieden ist mit seinem Arbeiter: "Er ist fleißig und weiß, was zu tun ist."

ayern habe mit 4,7 Prozent eine sehr gute Arbeitslosenquote, doch für Ausländer oder Menschen mit Migrationshintergrund sehe es deutlich schlechter aus. Hier liege die Arbeitslosenquote bei 11,5 Prozent, informiert Dr. Franz Prast bei einer Pressekonferenz in Harmoning. "Der Arbeitsmarkt sieht derzeit sehr gut aus, aber nicht für alle." Es sei nicht einfach Menschen mit Migrationshintergrund zu integrieren. Als Gründe führt Dr. Franz Prast aus Nürnberg eine in der Regel schlechtere Schulbildung, sprachliche Defizite und kulturelle Unterschiede an. "Im Interesse der Betriebe, der Wirtschaft und natürlich der Menschen selbst müssen wir uns diesem Thema annehmen", betont er. "Wir haben in Deutschland einen Fachkräftemangel, wir können es uns nicht leisten, Potential auf der Straße liegen zu lassen.

Es müssen alle zusammenarbeiten, dass Menschen mit Migrationshintergrund integriert werden!"

Sergej Bossler (44) lebt seit sieben Jahren in Deutschland. Nach vier Jahren Arbeitslosigkeit hatte der Spätaussiedler aus Kasachstan, der kaum Deutsch spricht, die Hoffnung fast aufgegeben, eine Anstellung zu finden. Doch Bauunternehmer Hubert Bauer gab ihm eine Chance. "Die Chemie hat sofort gestimmt bei uns, nach drei Tagen hatte er einen Arbeitsvertrag." Das ist jetzt elf Monate her. "Ich kann ihn heute auch alleine auf eine Baustelle lassen. Ich habe vollstes Vertrauen und das mit der Sprache wird auch besser", sagt Hubert Bauer.

Eine anfängliche Leistungsminderung, bedingt durch die lange Arbeitslosigkeit und die fehlenden Sprachkenntnisse, wurde mit einem sogenannten Eingliederungszuschuss der Arbeitsgemeinschaft Integration Traunstein (AI TS) ausgeglichen.

"Wichtig sind hier Firmen, die im Arbeitnehmer auch den Menschen sehen und bereit sind, soziale Verantwortung zu übernehmen", betont Thomas Wendrich, Geschäftsführer der AI TS. Trotz des Eingliederungszuschusses müsste in der Regel zu 20 bis 30 Betrieben Kontakt aufgenommen werden. "Wir wollen Betiebe dazu motivieren, es auszuprobieren", sagt Dr. Franz Prast. "Die Menschen haben es verdient!"

Dr. Prast Besuch Dr. Prast

Freuen sich über die gelungene Integration am Arbeitsmarkt (von links) Peter Forster, Teamleiter für Markt und Integration der AI TS, Thomas Wendrich, Geschäftsführer der AI TS, Petra Kabelka-Bauer, Sergej Bossler, Dr. Franz Prast, Vorstand im Bereich Grundsicherung der Regionaldirektion Bayern der Agentur für Arbeit, Franz Vordermayer, Fallmanager bei der AI TS und Bauunternehmer Hubert Bauer mit Sohn Marius.