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Mehrgenerationenhaus bleibt

Förderung durch Bundesministerium für weitere drei Jahre zugesagt – Rück- und Ausblick

Ausgabejahr 2012
Datum 03.01.2012

Traunreut (mix). Das Traunreuter Mehrgenerationenhaus, das im Sommer 2008 eröffnet wurde, hat für weitere drei Jahre die Zusage zur Förderung durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend erhalten. Im Rahmen einer kleinen Weihnachtsfeier gab es einen Rückblick auf die vergangenen drei Jahre und einen Ausblick auf neue Projekte.

Das Mehrgenerationenhaus Traunreut fördert das bürgerschaftliche Engagement und die Selbsthilfe und bietet Hilfe sowie Unterstützung für Menschen jeden Alters. Ein besonders wichtiges Anliegen ist dabei die Integration von Personen mit Migrationshintergrund in Arbeit und Gesellschaft.

Im Rahmen des Aktionsprogramms Mehrgenerationenhäuser förderte das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend das Traunreuter Haus von 2008 bis jetzt mit jährlich 40 000 Euro. Kurz Förderung reduziert vor Jahresende kam nun die Zusage, dass auch in den Jahren 2012 bis 2014 die Förderung gewährt wird, allerdings nur noch in Höhe von 30 000 Euro jährlich.

Die beiden Koordinatoren Irmgard Riedl und Dr. Uwe Wenzel informierten in einer kleinen Weihnachtsfeier über neue Projekte, die Anfang des nächsten Jahres starten werden. Um eine bessere Vernetzung von Ehrenamtlichen zu erreichen wird im Mehrgenerationenhaus Traunreut eine Koordinationsstelle Ehrenamt in Zusammenarbeit mit der Freiwilligenagentur installiert und steht allen ehrenamtlich Tätigen als fester Ansprechpartner zur Verfügung.

Ebenfalls in Traunreut eingerichtet wird ein Familienstützpunkt. Die ehrenamtlichen Familienbeauftragten in den verschiedenen Gemeinden des Landkreises sollen künftig geschult werden, um ihre Aufgabe in den Kommunen professionell angehen zu können.

Immer am Freitag plant das Mehrgenerationenhaus im nächsten Jahr zudem einen Mittagstisch für Traunreuter Bürger, die dort dann ein günstiges Gericht zu essen bekommen. Bei Bedarf wäre dieser Mittagstisch auch noch ausbaufähig auf andere Tage. Der Starttermin wird noch bekannt gegeben.

Für Familien mit schwierigen innerfamiliären Verhältnissen wird außerdem ein Müttertreff eingerichtet, bei dem Mütter mit ihren Kindern an drei Tagen in der Woche unter Anleitung einer Fachkraft zusammenkommen und Wissen über richtige Erziehung und wichtige Dinge im Familienalltag vermittelt bekommen.

Das Konzept des Mehrgenerationenhauses in Traunreut, das unter seinem Dach eine ganze Reihe verschiedener Einrichtungen zusammenfasst und niedrigschwellige Angebote bietet, ist in den vergangenen drei Jahren hervorragend angenommen Haus voll ausgelastet worden, das Haus ist voll ausgebucht. Fortlaufende Kurse und Projekte des Koordinatorenteams, Treffpunkte verschiedener Gruppen und ehrenamtliche Betätigungen laufen nebeneinander und ergänzen sich. Nicht nur Traunreuter Bürger sondern Menschen aus dem ganzen Landkreis nutzen die unterschiedlichen Angebote.

In Zusammenarbeit mit dem Jobcenter Traunstein und der Stadt Traunreut läuft derzeit bereits der vierte Quali-Vorbereitungskurs für junge Menschen, die den Qualifizierenden Hauptschulabschluss erst einige Zeit nach dem Ende ihrer regulären Schulzeit nachholen wollen. Hans-Bernhard Kesy, leidenschaftlicher Lehrer im Ruhestand, unterrichtet die jungen

Teilnehmer und freut sich über jeden, der am Ende den Qualifizierenden Hauptschulabschluss und damit bessere Voraussetzungen für seine berufliche Zukunft schafft.

Von Anfang an ist auch Edmund Eckert vom Jobcenter mit einem Büro im Haus vertreten und freut sich über die Vernetzung und die kurzen Wege zwischen den einzelnen Einrichtungen. Einige Kunden des Jobcenters konnten hier schon auf einen erfolgreichen Weg gebracht und einer Ausbildungs- oder Arbeitsstelle zugeführt werden. Eine Erfolgsquote von über 50 Prozent bei den Qualikursen sei beachtlich, aber letztendlich sei man auch um jeden Einzelnen froh, der mit dem erfolgreichen Abschluss seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessere.

Der Geschäftsführer des Jobcenters Thomas Wendrich betonte, dass es „atemberaubend“ sei, was in den letzten drei Jahren im Mehrgenerationenhaus alles entstanden ist. Bürgermeister Franz Parzinger nannte es eine sehr gute und richtige Entscheidung, dass das Mehrgenerationenhaus vor drei Jahren an zentraler Stelle in Traunreut angesiedelt und nun auch die Förderung verlängert wurde: „Wir können alle nur stolz sein auf das Mehrgenerationenhaus.“

Mehrgenerationenhaus bleibt Mehrgenerationenhaus bleibt

Jobcenter und Mehrgenerationenhaus Traunreut arbeiten hervorragend zusammen. Unser Bild zeigt (von links) die jungen Damen des derzeit laufenden Quali-Vorbereitungskurses mit Koordinatorin Irmgard Riedl, Jobcenter-Geschäftsführer Thomas Wendrich, Bürgermeister Franz Parzinger, Karl Bodensteiner vom Jugendamt Traunstein, Lehrer Bernhard Kesy, Anja Pflug vom Jobcenter, Koordinator Dr. Uwe Wenzel und Edmund Eckert vom Jobcenter. Foto: mix

Quelle: Trostberger Tagblatt vom 23.12.2011, Seite 19