GSB 7.1 Standardlösung

Hinweise zum Datenschutz und zur Verwendung von Cookies

Diese Webseite verwendet Cookies und Webanalyse-Tools. Das hilft uns, um Ihnen ein gutes Nutzungserlebnis zu bieten und unsere Website zu verbessern. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden. Hier erfahren Sie mehr über die Nutzung Ihrer Daten und Möglichkeiten zum Widerspruch.

OK

Pressemitteilung Nr. 09/2016 - Kooperationsvereinbarung Landesinitiative Fachkraft im Fokus/Willkommensbegleitung

Ausgabejahr 2016
Datum 17.11.2016

Die Geschäftsführerin des Jobcenter Stendal, Dörthe Engelhardt-Rothenberger und Frau Dr. Uta Blümel, Geschäftsführerin der Förderservice GmbH der Investitionsbank Sachsen-Anhalt, unterzeichneten am 16.11.2016 im Beisein von Felix Rüge, Willkommensbegleiter im Landkreis Stendal und Salzwedel, sowie Maike Griep, Beauftragte für Chancengleichheit im Jobcenter Stendal, eine Kooperationsvereinbarung zur Zusammenarbeit bei der „Landesinitiative Fachkraft im Fokus/Willkommensbegleitung“.

Die Beteiligten lobten das Vorhaben, welches geflüchtete Menschen bei der Integration in den Arbeitsmarkt unterstützen soll. Bei der Gewinnung von Fachkräften für Unternehmen in Sachsen-Anhalt ist die Migration eine große Chance.

Die Zuwanderung in den Landkreis Stendal hat im vergangenen Jahr im Rahmen der Flüchtlingsbewegungen deutlich zugenommen. Das Jobcenter Stendal betreut rund 800 Asylberechtigte (Stand: Oktober 2016) vorwiegend aus Syrien, Iran, Irak, Afghanistan, Somalia und Eritrea.

Zielgruppe sind insbesondere Asylberechtigte, die bereits berufliche Vorerfahrung oder Qualifikationen in ihrem Heimatland erworben haben und die über ein ausreichendes Sprachniveau verfügen, um eine Beschäftigung auf dem deutschen Arbeitsmarkt aufzunehmen.

Das Jobcenter Stendal betreut geflüchtete Menschen ab dem Zeitpunkt der Anerkennung einer Asylberechtigung (Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis) und erbringt die im Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II) vorgesehenen Beratungs- und Vermittlungsleistungen. Dazu zählen persönlichen Beratung und Vermittlung sowie finanzielle Förderungen mit arbeitsmarktpolitischen Instrumenten, wie z.B. Maßnahmen zur beruflichen Eingliederung, Qualifizierung, Förderung der Mobilität, Eingliederungszuschüsse an Arbeitgeber, soweit im Einzelfall die Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind.

Das Erlernen der deutschen Sprache ist für den Arbeitsmarkt von hoher Bedeutung, darum gilt für das Jobcenter Stendal, dass die geflüchteten Menschen zügig an einem Integrationskurs teilnehmen. Im Anschluss an den Integrationskurs können individuell weitere Aktivierung-/Trainings- oder Qualifizierungsmaßnahmen gefördert werden und Vermittlungsbemühungen starten. Die Aufnahme einer Beschäftigung steht dabei im Vordergrund.

Nach der Erfassung der vorhandenen Kompetenzen und der Erstellung eines Profils wird ein individueller beruflicher Entwicklungsplan erstellt. Die Willkommensbegleitung im Rahmen der Landesinitiative setzt bei der Umsetzung auf eine enge Zusammenarbeit mit im Kontext stehenden weiteren Partnern, wie z.B. dem IQ-Netzwerk zur Unterstützung der Anerkennung im Ausland erworbener Qualifikationen. Neben einer individuellen Begleitung der Bewerber/-innen unterstützt die Landesinitiative Fachkraft im Fokus auch die Stabilisierung von Beschäftigungsverhältnissen durch das Angebot der Übernahme verschiedener Beratungs- und Unterstützungsleistungen für Unternehmen.

Der modellhafte Ansatz „Willkommensbegleitung“ bietet große Flexibilität bei der Betreuung der geflüchteten Menschen. Darüber hinaus kann für den Einzelnen ein höherer Betreuungsaufwand geleistet werden als dies in der Regel über das Jobcenter Stendal möglich ist. Die Betreuung durch das Projekt kann deshalb eine sinnvolle Ergänzung darstellen.

Die Landesinitiative Fachkraft im Fokus wird im Auftrag des Ministeriums für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt umgesetzt und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds, des Landes Sachsen-Anhalt und der Bundesagentur für Arbeit gefördert.