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Pressemitteilung Nr. 06/2014 - Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Ausgabejahr 2014
Datum 04.03.2014

Weltweit wird am 8. März der Internationale Frauentag begangen, um für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen von Frauen zu kämpfen. Diesen Tag möchten die Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt (BCA) der Agentur für Arbeit, Yvonne Hollmann und vom Jobcenter Stendal, Katrin Schmalenberger-Laukert, zum Anlass nehmen, um über den aktuellen Stand zum Thema „Frauen zwischen Beruf und Familie“ zu informieren. In Sachsen Anhalt leben ca. 1,1 Millionen Frauen. Rund 100.000 leben in der gesamten Altmark, ca. 60 Prozent davon im Landkreis Stendal (Quelle: Statistisches Landesamt).

Die Beschäftigungsquote von Frauen liegt in der Altmark mit 54,7 Prozent deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 50,1 Prozent (Landkreis Stendal 52,0 Prozent, Altmarkkreis Salzwedel 58,5 Prozent). [Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Stand 30.06.2013] Das bedeutet, dass Frauen ganz besonders gefordert sind, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen. Viele Frauen arbeiten in einer sozialversicherungspflichtigen Teilzeitbeschäftigung. Dies ist unter anderem in der schwierigen Vereinbarkeit von Familie und Beruf begründet. Insbesondere alleinerziehende Frauen sehen sich hier vor große Herausforderungen gestellt. Positiv für die Frauen im Landkreis Stendal ist anzumerken, dass diese durchschnittlich 165 Euro mehr als Männer verdienen. Das durchschnittliche monatliche Bruttoentgelt von sozialversicherungspflichtigen vollzeitbeschäftigten Frauen im Landkreis Stendal liegt bei 2.175 Euro*. Anders sieht es im Altmarkkreis Salzwedel aus. Dort verdienen vollzeitbeschäftigte Frauen mit 1755 Euro* im Durchschnitt 240 Euro weniger als die Männer. (*Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Stand 31.12.2012)

Außerdem sank mit Stand Monat Februar 2014 die Arbeitslosigkeit von Frauen im Landkreis Stendal im Vergleich zum Vorjahr um 6,7 Prozent auf 3.942 Frauen. Innerhalb von 10 Jahren hat sich der Anteil der arbeitslosen Frauen an allen Arbeitslosen im Landkreis Stendal von 48,0 Prozent auf 43,1 Prozent reduziert. Im Altmarkkreis Salzwedel sank mit Stand Februar 2014 die Arbeitslosigkeit von Frauen im Vergleich zum Vorjahr um 4,6 Prozent auf 2.013 Frauen. Innerhalb von 10 Jahren hat sich der Anteil der arbeitslosen Frauen an allen Arbeitslosen im Altmarkkreis Salzwedel von 45,9 Prozent auf 42,6 Prozent reduziert. Seit 2011 ist die Senkung der Arbeitslosigkeit der Alleinerziehenden ein Schwerpunkt der Geschäftspolitik der Agentur für Arbeit und des Jobcenters Stendal. Kontinuierlich wird daran gearbeitet, dieser Personengruppe den Weg in eine dauerhafte Beschäftigung zu ermöglichen. Im Ergebnis konnte in beiden Rechtskreisen die Anzahl der Alleinerziehenden gesenkt werden. Insbesondere für diese Zielgruppe zeichnen sich die Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt (BCA) verantwortlich. Die Arbeit der BCA ist jedoch nicht nur auf die Frauen sondern zeitgleich auf die Unternehmen in der Region ausgerichtet. Sie informieren die Unternehmen zu Formen der betrieblichen Kinderbetreuung, zu Fragen der lebensphasenorientierten Personalpolitik und zu den Bedürfnissen, die die Frauen als Arbeitnehmerinnen mit in das Unternehmen bringen. Somit helfen sie den Fachkräftebedarf zu sichern und auch Familien in der Region zu halten.

Die Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt des Jobcenters Stendal und der Arbeitsagentur halten für arbeitslose und arbeitsuchende Frauen, Alleinerziehende und Berufsrückkehrende auch im Jahr 2014 ein monatliches mobiles Beratungsangebot sowie Vortragsveranstaltungen vor und bieten individuelle Beratungsgespräche an. Im zweiten Halbjahr 2014 ist zudem ein Aktionstag für Alleinerziehende im Landkreis Stendal geplant. Hier wird ein Netzwerk aus verschiedenen Beratern für Fragen und Hinweise rund um das Thema „Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ zur Verfügung stehen.