GSB 7.1 Standardlösung

Arbeitsgelegenheiten

Was sind Arbeitsgelegenheiten?

Diese Tätigkeiten sollen einerseits die soziale Integration fördern, andererseits aber auch die Beschäftigungsfähigkeit aufrechterhalten, um die Chancen am Arbeitsmarkt zu erhöhen.

Arbeitsgelegenheiten dürfen keine regulären Beschäftigungsverhältnisse verdrängen oder die Einrichtung von Arbeitsplätzen verhindern.

Die Teilnehmenden erhalten ihr Arbeitslosengeld II (ALG II) weiter und bekommen dazu eine angemessene Aufwandsentschädigung, die nicht auf die Leistung angerechnet wird. Über den ALG II-Bezug besteht weiter Versicherungsschutz in der Kranken-, Renten- und Pflegeversicherung.

Ziele der Arbeitsgelegenheiten

  • Heranführung von Langzeitarbeitslosen an den Arbeitsmarkt
  • Förderung der sozialen Integration
  • Erhaltung bzw. Wiederherstellung der Beschäftigungsfähigkeit
  • Feststellung von Eignungs- und Interessensschwerpunkten
  • Reduzierung der Hilfebedürftigkeit
  • Unterstützung der Solidargemeinschaft

Zuweisung in Arbeitsgelegenheiten

Die Zuweisung von Berechtigten erfolgt durch die Arbeitsvermittler/Fallmanager. Diese entscheiden unter Berücksichtigung der Verhältnisse im Einzelfall über die Dauer der Zuweisung. Im Regelfall wird die Zuweisungsdauer bis zu 6 Monate betragen. Es dürfen nur vom Jobcenter Kreis Segeberg zugewiesene Teilnehmer beschäftigt werden.

Arbeitszeit

Das Jobcenter Kreis Segeberg hat für ihren Zuständigkeitsbereich die wöchentliche Arbeitszeit in Zusatzjobs auf 30 Stunden begrenzt (incl. Qualifizierungsanteil). Die Hilfebedürftigen sind auch während der Zuweisungszeit verpflichtet, ihre Eigenbemühungen zum Einstieg/Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt fortzusetzen und sollen den entsprechenden Freiraum hierzu erhalten.

Mehraufwandsentschädigung

Die Mehraufwandsentschädigung (MAE) wird nur für tatsächlich geleistete Arbeitsstunden (incl. Qualifizierungsstunden) gewährt. Die Arbeitsstunden sind vom Träger nachzuweisen. Der Träger hat die den Teilnehmern zustehende MAE unverzüglich und ohne Abzüge auszuzahlen. Für Zeiten der Arbeitsunfähigkeit, für Urlaubstage oder sonstige Fehlzeiten steht dem Teilnehmer keine MAE zu.