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Arbeitsgelegenheit des Jobcenter Oldenburg:

Teilnehmerinnen nähen Masken im Homeoffice

Ausgabejahr 2020
Datum 03.04.2020

Während nahezu alle Weiterbildungsmaßnahmen von Arbeitsagenturen und Jobcentern in der Pandemie unterbrochen sind, nähen die 13 Teilnehmerinnen von „ZickZack" weiter. Jetzt produzieren sie in der heimischen Wohnung Schutzmasken. Der Träger ihrer so genannten Arbeitsgelegenheit, die Ländliche Erwachsenenbildung, betreut die Frauen, gibt ihnen das Material und nimmt die fertigen Masken entgegen - alles mit dem gebotenen Sicherheitsabstand, wie Projektleiterin Frauke Wellmann von der LEB betont. Rund 200 Masken sind bereits entstanden.

Angeregt hat dieses neue Produkt eine Mitarbeiterin der LEB. Bislang nähten die Teilnehmerinnen Schlafsäcke für neugeborene Oldenburger, mit denen das Gesundheitsamt die Familien ausstattet. Nun liefert das Amt Stoff für die Masken - gemusterte Baumwolle, kochfest und zugleich bunt und fröhlich. Der Gedanke von Amtsleiter Dr. Holger Petermann: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Supermärkten mit dem Schutz auszustatten.

Dafür legen sich die Näherinnen gern ins Zeug. „Ich finde es gut, so etwas zu machen!" sagt Gülseren Yaldız. „Ich kann etwas für die Menschen tun. Wir können alle eine Maske gebrauchen!" Ihre 60-jährige Kollegin Neima Yousouf Robleh bekräftigt: „Ich finde es schön, dass wir etwas zurückgeben können. Deutschland hat viel für uns getan."

Über das Engagement der Teilnehmerinnen freuen sich Jobcenter-Geschäftsführerin Carmen Giss und Sozialdezernentin Dagmar Sachse: „Die Frauen haben einen Weg gefunden, auch in dieser schwierigen Zeit produktiv zu sein und ihre Kenntnisse weiter zu vertiefen. Das zeigt, wie viel Motivation und Durchhaltevermögen sie besitzen. Die Teilnehmerinnen werden durch die Arbeitsgelegenheit gestärkt."

Die Übergabe der genähten Schutzmasken findet unter Einhaltung aller Vorsichtsmaßnahmen statt. Die Frauen liefern ihre fertigen Masken an einer Trennlinie ab und nehmen die bereitgestellte Tasche mit den neuen Nähmaterialien in Empfang. Anleiterinnen und Pädagoginnen sprechen mit den Näherinnen auch über ihre persönliche Situation in der Pandemie-Krise - selbstverständlich unter Berücksichtigung des nötigen Abstands. Die Präventiv- und Vorsichtsmaßnahmen sind den Teilnehmerinnen bekannt, auch für das Nähen der Babyschlafsäcke galten strenge Hygienevorschriften. Die Frauen tragen selbst die Behelfsmasken und schützen sich so vor Infektionen.

Interessierte Supermärkte und Privatpersonen können sich bei der LEB melden und Behelfsmasken gegen eine Spende erhalten - per Mail unter behelfsmasken@leb.de oder per Telefon: 0157/30862332.

Zum Hintergrund:

„ZickZack" ist eine Arbeitsgelegenheit (AGH), umgangsprachlich: Ein-Euro-Job, für Frauen mit Migrationshintergrund. Träger ist die Ländliche Erwachsenenbildung (LEB). Die Jobcenter finanzieren Arbeitsgelegenheiten für Frauen und Männer an, die Leistungen beziehen. Sie sind ein Schritt in Richtung Arbeitsmarkt. Die AGH ZickZack soll die Frauen zugleich bei ihrer sozialen Integration unterstützen.

Das Jobcenter bietet diese Arbeitsgelegenheit für Frauen seit Oktober 2015 an. Die Teilnahme dauert in der Regel zwischen sechs und zwölf Monate.