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Zwischenergebnis 2018 im Jobcenter Oldenburg:

Mehr Jobcenter-Kunden mit neuer Stelle

Ausgabejahr 2018
Datum 21.11.2018

2.772 Kundinnen und Kunden des Jobcenters Oldenburg haben in den ersten zehn Monaten des Jahres eine sozialversicherungspflichtige Arbeitsstelle angetreten. Damit wurden 124 Verträge mehr als im Vorjahr abgeschlossen. Weitere 911 haben einen Minijob angenommen. Vor allem in den Wirtschaftszweigen Handel, Gesundheits- und Sozialwesen, Gastgewerbe sowie Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, die Bürotätigkeiten und Callcenter umfassen, erhielten viele einen Arbeitsvertrag.

„Damit bringen rund 3.700 Frauen und Männer ihre Fähigkeiten auf dem Arbeitsmarkt zur Geltung und tragen zu einer guten Wirtschaftsleistung in Oldenburg bei“, sagt Carmen Giss, Geschäftsführerin des Jobcenters Oldenburg. „Dazu tragen wir mit einer gezielten Förderung bei. Wir setzen auf Beratung und Vermittlung, aber auch auf Förderung. Hier schauen wir auf die Stärken unserer Kundinnen und Kunden, zugleich bauen wir Hemmnisse ab und unterstützen dabei, neue Kenntnisse zu erwerben. Dabei berücksichtigen wir die Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt. In der Logistik und der Pflege werden viele Kräfte gesucht, deshalb fördern wir gezielt viele Qualifizierungen von Kundinnen und Kunden, wenn sie Vorerfahrungen haben oder offen sind für diese Branchen.“

Auch eine wachsende Zahl von Geflüchteten finde einen Arbeitsplatz, betont Giss. 578 nahmen in den vergangenen zehn Monaten eine sozialversicherungspflichtige Stelle an. Im Vorjahreszeitraum waren es 332. „Dafür sind in erster Linie zwei Faktoren verantwortlich“, so Giss: „Die Zahl der Geflüchteten, die sich gut verständigen können, wächst. Und Arbeitgeber mit großem Personalbedarf senken ihre Anforderungen hinsichtlich der Sprachkenntnisse.“ Für Geflüchtete bietet das Jobcenter unter anderem mehrmonatige Schulungen an, in denen sie berufspraktische Kenntnisse sowie berufstypisches Vokabular erwerben und Praktika in örtlichen Betrieben machen.

Knapp 2.100 Frauen und Männer haben bislang in diesem Jahr von einer Qualifizierung oder anderen Unterstützungsleistungen profitiert. Insgesamt stehen 2018 für die Förderung gut 12,5 Millionen Euro zur Verfügung.

Nach den aktuellsten Daten[1] sind beim Jobcenter Oldenburg 12.909 Frauen und Männer gemeldet, die als erwerbsfähige Leistungsempfänger gezählt werden. Das sind 200 oder 1,5 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Dass der Rückgang der Kundenzahl angesichts der hohen Zahl neuer Arbeitsverhältnisse nicht deutlicher ausfällt, hat seinen Grund in der Zahl der Neukunden: 1.326 Menschen beantragten zwischen Januar und Oktober erstmals Leistungen beim Jobcenter Oldenburg. Darunter sind Menschen, die aus anderen Städten und Landkreisen nach Oldenburg ziehen, aber auch von Trennung und Scheidung betroffene Personen, vorwiegend Frauen, sowie Geflüchtete, deren Asylantrag erfolgreich war. Geflüchtete machten gut 20 Prozent der Neukunden aus. 

Mit Blick auf das kommende Jahr sagt Giss: „Die Schwerpunkte der Arbeit im Jobcenter werden dieselben bleiben wie 2018: Langzeitarbeitslose, Jugendliche, Flüchtlinge und Familien. Trotz guter Konjunktur und hohem Bedarf an Fachkräften haben viele Menschen immer noch geringe Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Die Ursachen sind vielfältig: fehlende Qualifikation, mangelnde Sprachkenntnisse, gesundheitliche Einschränkungen, schwierige familiäre Situation – oft liegen auch mehrere Gründe auf einmal vor. Wenn Menschen zu uns kommen, setzen wir jetzt sofort mit Beratung und Aktivierung an.“  


Zahlen und Fakten zum Hintergrund:

Das Jobcenter Oldenburg ist eine gemeinsame Einrichtung von Stadt Oldenburg und Agentur für Arbeit Oldenburg-Wilhelmshaven. Die Aufgabe des Jobcenters ist es, Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) II zu gewähren. Hierbei handelt es sich um Sozialleistungen.

Das Jobcenter Oldenburg zählt 18.288 Kundinnen und Kunden in 9.689 Bedarfsgemeinschaften[2] (-243 bzw. 2,4 Prozent zum Vorjahr). Darunter sind rund 4.760 Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren. Unter den rund 18.000 Kundinnen und Kunden sind knapp 1.600 Alleinerziehende.

Rund 13.000 Personen ab 15 Jahre werden in der Statistik als „erwerbsfähige Leistungsbezieher“ gezählt. Darunter sind Schülerinnen und Schüler sowie Frauen und Männer, die Kinder oder Angehörige betreuen, sowie Menschen, die zeitlich befristet eine Erwerbsminderung haben und deshalb nicht auf Stellensuche sind. 

Die Kosten der Unterkunft (Mieten, Betriebskosten, Heizung) werden von der Stadt Oldenburg getragen, die Mittel zum Lebensunterhalt von der Bundesagentur für Arbeit.
Die Kosten der Unterkunft und Heizung belaufen sich für die Monate Januar bis Oktober 2018 auf 42,902 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum: 42,510 Mio. Euro).
Die Mittel zum Lebensunterhalt betrugen in den ersten zehn Monaten des Jahres 38,755 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 38,704 Mio. Euro).

Beim Jobcenter Oldenburg arbeiten rund 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter; auf Vollzeit-Beschäftigungsverhältnisse gerechnet wären es 213,7. Davon sind rund 60 Prozent bei der Bundesagentur für Arbeit angestellt und rund 40 Prozent bei der Stadt Oldenburg.

[1] Daten von Juli 2018; Daten zur Grundsicherung werden einer Wartezeit von drei Monaten veröffentlicht. Die Ende Oktober veröffentlichten Daten bilden den Monat Juli ab.

[2] Der Begriff Bedarfsgemeinschaft meint: Personen, die in einem Haushallt zusammenleben und gemeinsam wirtschaften. In aller Regel handelt sich um verheiratete wie unverheiratete Paare mit oder ohne Kinder bzw. um Alleinerziehende.