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Migrationszentrum eröffnet

Das Ziel heißt: Sprache, Praktikum, Arbeit

Ausgabejahr 2017
Datum 08.05.2017

Hundert Teilnehmerinnen und Teilnehmer betreut das Anfang Mai eröffnete Migrationszentrum des Jobcenters Oldenburg. Das Ziel des neuen Angebots definiert Geschäftsführerin Carmen Giss: „Sprache lernen und berufliche Fertigkeiten erwerben - beides wird hier parallel stattfinden. Wir möchten erreichen, dass unsere Kunden dadurch schneller in Arbeit oder Ausbildung einsteigen.“ In erster Linie richtet sich das Angebot an geflüchtete Frauen und Männer über 25 Jahre, vereinzelt auch an andere Migranten, die etwa geringe Deutschkenntnisse oder wenig Berufserfahrung haben.

Das Migrationszentrum belegt eine Halle des Berufsbildungszentrums der Handwerkskammer in Tweelbäke. Handwerkskammer, Volkshochschule, Akademie Überlingen und Dekra Akademie organisieren und betreiben das Bildungsangebot gemeinsam, das vom Jobcenter in Auftrag gegeben wurde. Mit Sozialpädagogen, Ausbildern und Jobcoaches betreuen und fördern sie die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Drei Dolmetscher unterstützen ihre Arbeit.

Die Pädagogen ermitteln zunächst die Sprachkenntnisse, fragen nach Schulbesuch, beruflichen Kenntnisse und Abschlüssen. Haben die Teilnehmer aus ihrer Heimat Zeugnisse mitgebracht, kümmern sie sich umgehend darum, dass die Vorkenntnisse geprüft und die Zeugnisse anerkannt werden.

Auf dieser Basis stellen sie individuelle Lernprogramme für die Teilnehmer zusammen. Wer noch besser Deutsch lernen muss, wird bei einem passenden Sprachkurs angemeldet. Findet der Sprachkurs in Teilzeit statt, wird er vormittags oder nachmittags mit Praxis-Übungen in einer der Werkstätten kombiniert: der Metallwerkstatt, der Tischlerei, dem Lager, der Malerwerkstatt, der Küche, dem Friseursalon oder der Geländepflege. Im Migrationszentrum selbst wird berufsbezogener Sprachunterricht erteilt, in dem auch Fachausdrücke für verschiedene Berufe vermittelt werden. Mit Anleitung durch die Jobcoaches lernen die Teilnehmer, Bewerbungen zu schreiben.

Montags bis freitags ist das Migrationszentrum von 7 bis 20.30 Uhr geöffnet. Ein Internet-Café und ein Sozialraum sowie ein Geschäft mit Second-Hand-Kleidung sollen dafür sorgen, dass die Lernenden sich auch außerhalb des Unterrichts dort wohlfühlen. Bis zu sechs Monate kann die Lernphase im Migrationszentrum dauern. Im Anschluss soll möglichst rasch der Start in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung oder eine Berufsausbildung gelingen.

Ende April waren 1.566 Geflüchtete beim Jobcenter Oldenburg arbeitssuchend gemeldet. Sie sind die vorrangige Zielgruppe für das Migrationszentrum.

Migrationszentrum eröffnet Über den Start des Migrationszentrum freuen sich Carmen Giss, Michael Fuge (beide Jobcenter Oldenburg), Ulrike Hudemann (Volkshochschule Oldenburg), Hajo Kreye, Udo Hosse (beide Handwerkskammer Oldenburg), Torsten Plate (Dekra Akademie), Teilnehmer Khalaf Smoqi, Sven Peter (Akademie Überlingen), Praxis-Anleiter Michael Rosilius (Dekra) sowie Malte Zienteck und Sarah Suchy (beide Jobcenter Oldenburg). Foto: Handwerkskammer Oldenburg