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Aktionswoche „Menschen mit Behinderung“

Eine junge Werbeagentur in Bad Zwischenahn setzt auf Inklusion

Ausgabejahr 2014
Datum 01.12.2014

Oldenburg. „Individuell, kreativ, fortschrittlich“, so beschreibt die Werbeagentur Onitec aus Bad Zwischenahn ihre Arbeit. Diese Beschreibung ist auch für die Personalpolitik des jungen Unternehmens bezeichnend. Die Geschäftsführer Harald Pfeifer und Aaron Schulhof sind bei der Auswahl Ihrer Mitarbeiter einen fortschrittlichen und individuellen Weg gegangen. Sie haben sich bei der Auswahl eines Mitarbeiters im IT- Bereich nicht durch die vorhandene Behinderung des Bewerbers oder den lückenhaften Lebenslauf beirren lassen, sondern sich in erste Linie auf die Fähigkeiten des Menschen konzentriert. Dadurch ist eine „Win-Win-Situation“ für Arbeitgeber und Mitarbeiter entstanden – gelebte Inklusion am Arbeitsmarkt.

„Wir können uns noch gut an die erste Begegnung mit unserem neuen Mitarbeiter erinnern“, so Pfeifer und Schulhof. Dieser war seit 6 Jahren arbeitslos, nachdem er aufgrund einer psychischen Erkrankung sein Studium zum Fachinformatiker abbrechen musste. Die Zusammenarbeit mit ihm als Praktikanten war zunächst für die Arbeitgeber ungewöhnlich. Sie konzentrierten sich jedoch auf die Fähigkeiten und Stärken des Praktikanten, ohne sich von Defiziten beirren zu lassen. Hierdurch war eine individuelle Einarbeitung in den Arbeitsbereich möglich. Nach dem Praktikum wurde klar, dass er eine Bereicherung für die Werbeagentur war. Die Geschäftsführer haben den Langzeitarbeitslosen daraufhin in reguläres Arbeitsverhältnis übernommen.

Seit April 2014 ist der ehemalige Praktikant nun als Fachinformatiker bei der Firma Onitec tätig. Bei der Einstellung arbeitete die Werbeagentur eng mit dem Jobcenters Oldenburg, Team für Rehabilitanden und Schwerbehinderte, zusammen. Dort erhielten die Geschäftsführer eine umfassende Beratung über die Fördermöglichkeiten bei der Einstellung von Menschen mit Behinderung. „Die Offenheit des Arbeitgebers gegenüber Menschen mit einer Behinderung war vorbildlich“, so die zuständige Integrationsfachkraft des Jobcenters.

„Leider sind nicht viele Unternehmen bereit, Menschen mit Handicap eine reelle Chance auf dem Arbeitsmarkt anzubieten. Das ist ausbaufähig“, ergänzt Jobcenter-Geschäftsführer Volker Trautmann. Das Jobcenter Oldenburg betreut insgesamt 690 Menschen mit Behinderung, die nach einer Chance der Inklusion suchen. Informationen über Unterstützungsmöglichkeiten bei der Beschäftigung von Behinderten erhalten Arbeitgeber von der Integrationsfachkraft Birte Leonhard, Tel. 0441/21970-2598, E-Mail: Birte.Leonhard@jobcenter-ge.de.

T r a u t m a n n

Geschäftsführer