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Langzeitarbeitslosigkeit -Richtung stimmt, Herausforderung wächst

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit Nürnberg 

Ausgabejahr 2018
Datum 25.04.2018

Die Langzeitarbeitslosigkeit ist im Agenturbezirk Nürnberg ist deutlich zurückgegangen. Eine weitere Reduzierung erfordert Intensivierung von Prävention, Qualifizierung sowie Sozialer Teilhabe. Im Jahresdurchschnitt 2017 waren im Agenturbezirk Nürnberg mit seinen Städten Nürnberg und Schwabach sowie dem Landkreis Nürnberger Land 20.220 Menschen arbeitslos gemeldet. Davon waren 5588 Personen und damit 27,6 % von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen. Im Zeitraum von 2014 bis 2017 bedeutet das eine Reduzierung um 32,4 % (Bund: -16,3%, Bayern: -18,6%). Auch die Zahl der Übertritte* in Langzeitarbeitslosigkeit ist gesunken. So wurden im Agenturbezirk Nürnberg 2017 im Jahresdurchschnitt 1.365 (-19,6%) Menschen weniger langzeitarbeitslos als im Jahr 2016.

„Seit Ende 2014 hat sich die Zahl der Langzeitarbeitslosigkeit in unserer Region erfreulich entwickelt. Das zeigt, dass der präventive Ansatz wirkt. Wir organisieren umfassende Unterstützung über den eigentlichen Bewerbungsprozess hinaus, damit Langzeitarbeitslosigkeit erst gar nicht entsteht. Doch es ist schon absehbar, dass ein weiterer Abbau noch intensivere Bemühungen erfordert, so Gisela Scherer, Geschäftsführerin operativ der Agentur für Arbeit Nürnberg.“

Die konjunkturelle Lage ist weiterhin günstig, die Arbeitskräftenachfrage ist hoch. Doch passen die Profile Langzeitarbeitsloser oft nicht zu den Anforderungen der Unternehmen. Hemmnisse sind fehlende Berufsabschlüsse, geringe Berufserfahrung, gesundheitliche Einschränkungen, Alter, Sprachdefizite und eventuell auch Problemlagen wie Überschuldung oder Suchtverhalten.

„Wir verfolgen diverse Ansätze, um diesen Ursachen entgegenzutreten. Als vorrangig und entscheidend sehen wir die Vermeidung von Langzeitarbeitslosigkeit. Daneben sind passende Handlungsschwerpunkte im Bereich der Integration in den Arbeitsmarkt, wie beispielsweise erhöhte Investitionen in Qualifizierungsmaßnahmen, zu setzen. Auch geförderte sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse sind eine Möglichkeit. Nichtsdestotrotz sind alle Maßnahmen und Initiativen gegen Langzeitarbeitslosigkeit eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die auch gemeinsame Anstrengungen aller Partner am Arbeitsmarkt erfordert“, betont Gisela Scherer weiter.

„Arbeitgeber sollten Langzeitarbeitslose auf jeden Fall als potentielle Arbeitskräfte in Betracht ziehen und etwaige Bedenken ablegen, denn wer eine neue Chance bekommt, ist ganz oft besonders motiviert und engagiert. Vielfältige Fördermöglichkeiten und
Coachingangebote können helfen, Anlaufschwierigkeiten abzufedern und die Integration in den Arbeitsmarkt zu erleichtern.“ 

Blick in die Regionen:

Langzeitarbeitslosigkeit im März 2018 (zum Vorjahresmonat)

Agenturbezirk Nürnberg:                   4.832 (5.990)              -19,3 %

Stadt Nürnberg:                                 4.203 (5.287)              -20,5 %

Stadt Schwabach:                                442 (495)                 -10,7 %

Landkreis Nürnberger Land:                 187 (208)                 -10,1 %