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Weniger Langzeitarbeitslose

Holsteinischer Courier vom 22.01.2019 - Rolf Ziehm

Ausgabejahr 2019
Datum 22.01.2019

Jobcenter zieht zufriedene Jahresbilanz für 2018 /Vielen Hartz-IV-Empfängern fehlt eine Qualifikation

Neumünster Von der guten Lage am Arbeitsmarkt profitierten jetzt auch immer mehr Langzeitarbeitslose im Hartz-IV Bezug, 2018 war für uns ein erfolgreiches Jahr, sagte Thorsten Hippe, der Leiter des Jobcenters an der Friedrichsstraße.

Im vergangenen Jahr verzeichnete das Jobcenter insgesamt 1897 Beschäftigungsaufnahmen. „Das ist gegenüber dem schon guten Jahr2017 nochmals eine kleine Steigerung um 1,4 Prozent“, so Hippe. Besonders erfreulich: Mehr als die Hälfte der Menschen, die wieder in den Arbeitsmarkt integriert werden konnten, bezogen zuvor schon länger als 21 Monate Leistungen vom Jobcenter. Die Zahl der Flüchtlinge, die via Jobcenter eine Arbeit fanden, erhöhte sich sogar um 81 Prozent auf 125.

Die Zahl der Hartz IV-Empfänger ging im Jahresvergleich (Stand: Ende Dezember) von 9985 auf 9050 zurück. Bei den erwerbsfähigen Hilfebedürftigen war der Rückgang mit 5,7 Prozent sogar etwas größer als bei denen, die aus unterschiedlichen Gründen keiner Erwerbstätigkeit nachgehen können. Auch hier ging die Zahl um 5,4 % zurück. Das alles zahlt sich inzwischen auch direkt für die Stadt Neumünster aus. Ihre Leistungen für Unterkunft und Heizung für Hartz-IV-Empfänger sanken um mehr als eine Million Euro oder 5,2 Prozent von 21.297 auf 20.185 Millionen Euro. Hippe: „Die Menschen können im neuen Job selbst für sich sorgen und benötigen keine Leistungen mehr.“

Betrachtet man die Herkunft der Hartz-IV-Bezieher so fällt auf, dass es nur bei Menschen mit Flüchtlingshintergrund einen Zuwachs gab. Dies war mit 29,3 Prozent sogar relativ kräftig. Vor allem durch Familiennachzüge und Zuzüge aus anderen Kreisen nach Neumünster stieg die Zahl der Flüchtlinge im Bezug von 393 auf 508.

Die wichtigste Aufgabe des Jobcenters bleibt nach Auffassung von Thorsten Hippe und seinem Stellvertreter Rolf Scheil auch in diesem Jahr die Qualifizierung von Arbeitslosen „Vielen Arbeitslosen fehlt eine verwertbare Qualifikation für den Arbeitsmarkt, der immer mehr Fachkräfte verlangt“, sagte Hippe.

Der Blick auf die Schulabschlüsse zeigt das Problem: 1358 Hartz-IV-Bezieher haben keinen Schulabschluss, 2648 einen Hauptschulabschluss. Menschen Fachholschulreife (171) oder Abitur (384) sind nicht weniger gefährdet.