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Lange arbeitslos - jetzt wieder im Job

Holsteinischer Courier, 27. September 2017, Christian Lipovseck

Ausgabejahr 2017
Datum 27.09.2017

Neumünster Stefanie Wolf sprudelt vor Lob fast über: “Das war so ein tolles Programm. Und ich habe nicht nur zwei tolle Angestellte, sondern auch so viel Unterstützung von der Arbeitsagentur bekommen. Wir sind restlos begeistert.“ Wir, dass sind die 35-Jährige und ihr 30-Jähriger Ehemann Daniel. Seit 2012 vertreibt das Paar von seinem derzeitigen Firmensitz an der Alemannenstraße über ihren Internethandel Dominiti Spielsachen, neuerdings auch Tierbedarf. Angepeilter Jahresumsatz: 1,4 Millionen Euro. Über das sogenannte ESF-Bundesprogramm bekamen die beiden vor rund einem Jahr mit Alexander Pries (42) und Ewgeni Blum (40) zwei langzeitarbeitslose Angestellte, die über ein Jahr keinen Job hatten. Die beiden Neumünsteraner leiten mittlerweile das Lager.

Das ESF-Programm startete in Neumünster im Juni 2015. Das Ziel von Betriebsakquisiteur Andreas Pellner und den Jobcenter-Coaches Erwin Srugies und Maren Gustafsson-Liebold: Bis 31. Mai 2017 mindestens 40 der etwa 3000 Langzeitarbeitslosen in der Stadt wieder in Lohn und Brot bringen. Dieses Ziel haben wir erreicht“, freut sich Thorsten Hippe, Chef des Jobcenters. Bei fast allen angefragten Firmen stießen die Vermittler auf offenen Türen, ob im Friedrich-Ebert-Krankenhaus in der Pflege, in der Technikabteilung der Stadtwerke oder eben in Familienbetrieben wie bei Dominiti „Neumünsters Wirtschaft ist mitgegangen. Das ist super“, sagt Andreas Pellner. Unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras unterstützen auch die Kreishandwerkerschaft, der Unternehmersverband, die Industrie- und Handelskammer und die Wirtschaftsagentur die Aktion.

„Wir hätten ohne das Programm keine weiteren Angestellten genommen“ sagt Stefanie Wolf. Für die Firmenchefs waren vor allem die Coaches eine große Hilfe. Sie kamen einmal in der Woche, um die Kommunikation zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu überprüfen und bei Fragen Antworten zu geben. „Das war sehr hilfreich“ sind sich alle Beteiligten einig. Die Begleitung und Hilfe sei ein entscheidender Baustein des Programmes, sagte dann auch Thorsten Hippe. Er betont: „Das ESF-Programm ist zwar beendet, wir sind aber weiterhin für Firmen da, um Langzeitarbeitslose wieder zu vermitteln und werden auch dann bei Problemen unterstützen.“ Als Beispiel benennt Hippe einen Punkt, der besonders oft für die Arbeitslosen eine Rolle spielt: Wie bekomme ich mein Kind unter, wenn ich wieder arbeite?

Auch Alexander Pries und Ewgeni Blum sind glücklich. Die Arbeit macht Spaß“, sagten beide.