GSB 7.1 Standardlösung

Hinweise zum Datenschutz und zur Verwendung von Cookies

Diese Webseite verwendet Cookies und Webanalyse-Tools. Das hilft uns, um Ihnen ein gutes Nutzungserlebnis zu bieten und unsere Website zu verbessern. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden. Hier erfahren Sie mehr über die Nutzung Ihrer Daten und Möglichkeiten zum Widerspruch.

OK

Beschäftigungschancen für Langzeitarbeitslose

Das Bundesprogramm „Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt“ bedeutet für jeden Einzelnen die Chance, für die Dauer von drei Jahren einer geregelten Arbeit nachzugehen. Das Jobcenter hat 250 geförderte Arbeitsstellen bei 14 verschiedenen Einsatzstellen finanziert. Das Programm startete im Jahr 2015.

Ausgabejahr 2018
Datum 18.06.2018

Rita Ramisch, Fallmanagerin im Jobcenter, erklärt: „Für die Betroffenen bedeutet die Förderung über das Bundesprogramm im Einzelnen wirklich viel. Lassen Sie mich das anhand von Reinhard Selle verdeutlichen. Als er zu mir kam, hatte er bereits zwei Herzinfarkte und eine Krebserkrankung überstanden. Seinen ursprünglichen Beruf als Rettungssanitäter konnte er danach nicht mehr ausüben. Gemeinsam wollten wir nun nach einem neuen geeigneten Job suchen. Es war nicht leicht, das passende Angebot zu finden, zumal nach den Erkrankungen ein Grad der Schwerbeschädigung von 50 Prozent verblieben war. Schließlich konnte ich ihn davon überzeugen, sich einmal im Sicherheitsgewerbe auszuprobieren. Wichtig ist, dass sich unsere Kunden nicht aufgeben und auch nach Rückschlägen weiter machen. Wichtig für eine Rückkehr auf den Arbeitsmarkt sind die engagierte persönliche Beratung und manchmal auch eine finanzielle Förderung. Beides bietet das Jobcenter.“

Nachdem der Entschluss gefasst war, förderte das Jobcenter zunächst eine einwöchige Weiterbildung an Industrie- und Handelskammer Magdeburg. Für den Einstieg in das neue Berufsfeld musste Sell eine Sachkundeprüfung erfolgreich bestehen. Das gelang ihm. Danach folgte die schwierigere Phase der Annäherung an den Arbeitsmarkt. Von Januar 2016 bis September 2017 war Sell dazu, gefördert durch das Bundesprogramm, bei der Alzheimer Gesellschaft beschäftigt. Die Förderung endete mit der Aufnahme einer Beschäftigung bei einer Sicherheitsfirma in Magdeburg im Oktober 2017.

Heute ist Reinhard Selle 58 Jahre alt und fühlt sich wohl, gesundheitlich und mit seiner Arbeit: „Zuerst bedanke ich mich bei meiner Fallmanagerin. Sie hat mir den Anstoß mit dem Sicherheitsgewerbe gegeben und mich für die Teilnahme am Programm vorgeschlagen. Davor bezog ich vier Jahre lang Arbeitslosengeld II. Bei meinen Vorerkrankungen und der dadurch eingeschränkten Bewegungsfähigkeit hätte ich nie gedacht, dass ich wieder arbeiten gehen kann. Das hat sie mir ermöglicht. Die Branche kann ich jedenfalls empfehlen. Selbst als mein Arbeitgeber mir kürzlich kündigen musste, ein Auftrag war weggebrochen, fand ich ganz schnell eine neue Stelle. Noch vor dem Ende meiner bisherigen Arbeit unterzeichnete ich einen neuen Arbeitsvertrag. Dort werde ich die Gebäudesicherheit eines Magdeburger Maschinenbauunternehmens überwachen. Ich selbst hatte noch weitere Angebote von Arbeitgebern. Meine Fallmanagerin sagte mir, dass zurzeit in Magdeburg 152 offene Stellen im Sicherheits- und Wachgewerbe gemeldet sind.“

Die Betroffenen profitieren in dem Programm von regelmäßigen Tagestrukturen, können ihr Selbstwertgefühl steigern und neue soziale Kontakte aufbauen. Ein weiterer Vorteil ist die begleitende Unterstützung durch einen Coach. Egal, ob Bewerbungstraining, Unterstützung bei der Kontaktaufnahme zu Arbeitgebern oder regelmäßige Stellenrecherche, die Coaches haben jederzeit ein offenes Ohr für die Probleme der Teilnehmer und helfen ihnen aktiv.