GSB 7.1 Standardlösung

Theaterwerkstatt Räuberfaust

Ausgabejahr 2017
Datum 21.06.2017

Mit der „Räuberfaust", einem Theaterstück, das Elemente der bekanntesten deutschen Klassiker ganz neu verknüpft, hat Christian Freidank einen Weg aus der Arbeitslosigkeit gefunden. Das Projekt Theaterwerkstatt, eine Maßnahme des Jobcenters LH Magdeburg, umgesetzt von der Projektfabrik gGmbH aus Witten und deren Kooperationspartner in Magdeburg, der Stiftung Bildung Handwerk (SBH) Südost GmbH, hat arbeitslosen Menschen neue Perspektiven eröffnet und Mut für einen Neubeginn gemacht.

Christian Freidank, einer der Akteure in dem Projekt Theaterwerkstatt, berichtet, wie er dazu kam, Theater zu spielen. „Als mir meine Vermittlerin im Jobcenter sagte, dass im Oktober 2016 ein Theaterprojekt startet, war ich erstmal skeptisch. Mit Schauspielerei hatte ich bis dahin noch nie in meinem Leben etwas zu tun. Ich entschied mich aber schnell dafür, es auszuprobieren, weil ich neugierig war. Außerdem erhielt ich so eine Chance, zu beweisen, dass ich trotz meiner langen Arbeitslosigkeit etwas durchziehen kann", sagt er heute.

Er ahnte nicht, dass es ihm so viel Spaß machen würde: „Jetzt kann ich sagen, dass es eine gute Entscheidung war. In der Maßnahme habe ich mich in Bühnenbild und Technik ausprobieren können und auch auf der Bühne gestanden." Freidank erklärt: „Ich fühle mich seit Jahren das erste Mal wieder richtig fit für einen Neustart ins Berufsleben. Ich nehme viele gute Erfahrungen mit und kann sagen, dass ich froh bin, mich zur Teilnahme am Theaterprojekt entschieden zu haben."

Auch für das Jobcenter ist es nicht alltäglich, seinen Kunden solche Maßnahmen anzubieten. Eine Theaterwerkstatt ist schon etwas ganz Besonderes. Sie ist ein Beispiel dafür, wie auf neuen und auf dem ersten Blick ungewöhnlichen Wegen, Menschen in Arbeit gebracht wer-den können.

Premiere hatte das Stück übrigens am 18. Mai im KJH Kümmelsburg. Angehörige und Freunde, aber auch Mitarbeiter und Geschäftsführung des Jobcenters dankten den Teilnehmern für ein spannendes Theatererlebnis. Denn, so Christian Freidank, auch wenn die Arbeiten am Bühnenbild, das Schneidern der Kostüme, die Proben und die Technik anstrengend und nervenaufreibend waren, so war doch rechtzeitig zum Premierenabend alles fertig. Mit Stolz schauen die Teilnehmer daher auf den Abend zurück und mit mehr Optimismus als zu-