GSB 7.1 Standardlösung

STABIL

Ausgabejahr 2017
Datum 14.12.2017

Hartz IV-Bezug und gesellschaftliche Ausgrenzung gehen oft Hand in Hand. Fehlende berufliche und soziale Perspektiven zermürben die Betroffenen. Ein Zustand der schmerzhaft ist und aus dem man sich nur schwer befreien kann. Am besten ist es, wenn die Abhängigkeit von Hartz IV nicht zum Dauerzustand wird.

Das Jobcenter will jungen Erwachsenen Wege aus der Arbeitslosigkeit eröffnen. Das Projekt STABIL richtet sich daher gezielt an junge Menschen ohne Schulabschluss, ohne Ausbildungsstelle oder mit abgebrochener Ausbildung. STABIL bietet diesen Betroffenen Unterstützung bei der Bewältigung von Alltagsproblemen und Krisen und hilft bei Konflikten. Das Land Sachsen Anhalt finanziert das Projekt über die Initiative STABIL – Selbstfindung, Training, Anleitung, Betreuung, Initiative, Lernen. 

Eine solche Hilfe hat Melanie Szyrba vom Jobcenter erfahren dürfen. „Mit 21 bekam ich meine Tochter Leni. Das Aufziehen meines Kindes bewerkstelligte ich leider allein. So war ich überfordert, brach meine Ausbildung ab und befand mich in einem Teufelskreislauf. Viele Alleinerziehende wissen genau, was ich meine. Das Projekt STABIL war da ein echter Lichtblick für mich. Ich bin meiner Arbeitsvermittlerin vom Jobcenter unglaublich dankbar, dass sie mir davon erzählt und mich überzeugt hat. Mein Leben habe ich nun wieder im Griff“, sagt sie. 

Sozialarbeiterin Katharina Krietsch, ems & medi-Z gGmbH, freut sich: „Melanie kam unglaublich motiviert in das Projekt. Nach der zehntägigen Kompetenzfeststellung haben wir ihr mit einigen persönlichen Angelegenheiten geholfen. Dann schrieben wir Bewerbungen für eine Ausbildung. Zunächst fielen ihr Entscheidungen für ihre berufliche Zukunft noch nicht leicht. Inzwischen hat sie ihr Leben neu justiert. Sie begann eine Ausbildung zur Erzieherin, die sie ausfüllt. Ein toller Erfolg für die junge Frau und ein schönes Gefühl, einer kleinen Familie so die Chance für eine bessere eine Zukunft ermöglicht zu haben.“