GSB 7.1 Standardlösung

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Mehrbedarfe im SGB II

Werdende Mütter

Sie erhalten ab der 13. Schwangerschaftswoche 17 % der individuellen Regelleistung.

Der Mehrbedarf wird unter Vorlage des Mutterpasses beantragt und nachgewiesen. 

Erwerbsfähige behinderte Menschen 

Sie erhalten einen Mehrbedarf in Höhe von 35 % der maßgebenden Regelleistung, wenn Sie eine der folgenden Leistungen oder Hilfen beziehen:

  • Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben nach § 33 SGB IX
  • Hilfen zur Erlangung eines geeigneten Platzes im Arbeitsleben
  • Hilfe zur Ausbildung für eine sonstige angemessene Tätigkeit

Alleinerziehende

Sie erhalten zusätzlich 36 % der Regelleistung, wenn Sie mit Kindern folgenden Alters zusammen leben.

  • einem Kind unter 7 Jahrene
  • zwei Kindern unter 16 Jahren
  • drei Kindern unter 16 Jahren 

Alternativ ist für jedes minderjährige Kind ein Betrag von 12 % der Regelleistung zu zahlen, wenn dadurch der obige Betrag überschritten wird, höchstens jedoch 60 % der Regelleistung.

Ernährung

Dieser Mehrbedarf wird nur gewährt, wenn kostenaufwändige Ernährung aus medizinischen Gründen nachweislich belegt wurde.

Für Kostformen und diesbezügliche diagnostizierte Erkrankungen gelten die Empfehlungen für die Gewährung von Krankenkostzulagen des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge.

Dezentrale Warmwasserversorgung

Dieser Mehrbedarf wird nur gewährt, wenn Warmwasser durch in der Unterkunft installierte Vorrichtungen erzeugt wird (z.B. über elektrische Durchlauferhitzer oder Boiler). 

Die Höhe des Mehrbedarfes richtet sich nach dem Alter des Leistungsberechtigten und dem für ihn maßgebenden Regelbedarf. In begründeten Fällen sind Abweichungen zulässig.

Unabweisbare, laufende besondere Bedarfe in Härtefällen

Neben den durchschnittlichen Bedarfen, die mit den Regelbedarfen abgedeckt sind, sind auch unabweisbare, laufende, nicht nur einmalige besondere Bedarfe, die atypischen Lebenslagen anfallen, zu decken. 

Unabweisbarer, laufender, nicht nur einmaliger besonderer Mehrbedarf kann z.B. bei nachfolgenden Fällen vorliegen:

  • Pflege- und Hygieneartikel
  • Putz-/Haushaltshilfe für körperlich stark beeinträchtigte Personen
  • Kosten zur Wahrnehmung des Umgangsrechts

Ein gesonderter Bedarf hingegen liegt nicht vor bei:

  • Bekleidung und Schuhen in Über- bzw. Untergrößen
  • Kinderbekleidung im Wachstumsalter

Schulmaterialien, Schulverpflegung, Schülerfahrkarte und Nachhilfeunterricht sind Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket.