GSB 7.1 Standardlösung

Hinweise zum Datenschutz und zur Verwendung von Cookies

Diese Webseite verwendet Cookies und Webanalyse-Tools. Das hilft uns, um Ihnen ein gutes Nutzungserlebnis zu bieten und unsere Website zu verbessern. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden. Hier erfahren Sie mehr über die Nutzung Ihrer Daten und Möglichkeiten zum Widerspruch.

OK

Am 1. Januar 2019 trat das Teilhabechancengesetz in Kraft.

Datum 05.02.2019

Trotz der guten Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt sind noch immer eine Vielzahl von Menschen langzeitarbeitslos. Und je länger die Suche nach Arbeit erfolglos bleibt, desto schwieriger wird der Weg zurück in Arbeit. Daher brauchen die Betroffenen Unterstützung, die individuell auf sie ausgerichtet ist.

Nach dem Teilhabechancengesetz erhalten Arbeitgeber Lohnkostenzuschüsse, wenn sie Personen einer bestimmten Zielgruppe einstellen. Die neuen Förderungen betreffen dabei zwei unterschiedliche Zielgruppen.

Von der neuen Förderung "Teilhabe am Arbeitsmarkt" (§ 16i SGB II) können Menschen profitieren, die über 25 Jahre alt sind, für mindestens sechs Jahre in den letzten sieben Jahren Arbeitslosengeld II bezogen haben und in dieser Zeit nicht oder nur kurzzeitig beschäftigt waren.

Unternehmen, die Personen einstellen, die mehr als sechs Jahre SGB II-Leistungen erhalten haben, können mit einem Zuschuss für das Gehalt des neuen Mitarbeiters gefördert werden. In den ersten beiden Jahren sind das 100 Prozent des Mindestlohns. Ist der Arbeitgeber tarifgebunden oder tariforientiert, wird das tatsächlich gezahlte Arbeitsentgelt berücksichtigt. In jedem weiteren Jahr verringert sich der Zuschuss um 10 Prozent. Die Förderung dauert maximal fünf Jahre. Zudem können während der Förderung erforderliche Qualifizierungen und Praktika bei anderen Arbeitgebern finanziert werden.

Die andere Zielgruppe umfasst Personen, die seit mindestens zwei Jahren arbeitslos sind
(§16 e SGB II).

Unternehmen, die Personen einstellen, die mehr als zwei Jahre arbeitslos waren, erhalten einen Zuschuss für zwei Jahre. Im ersten Jahr in Höhe von 75 Prozent des regelmäßig gezahlten Lohns und im zweiten Jahr 50 Prozent. Darüber hinaus können die ehemaligen Langzeitarbeitslosen im gesamten Förderzeitraum Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen nach den allgemeinen Regelungen in Anspruch nehmen.

Bei beiden Förderungen unterstützen sogenannte "Coaches" die ehemaligen Langzeitarbeitslosen dabei, im Berufsleben wieder Fuß zu fassen, bspw. indem sie bei Problemen am neuen Arbeitsplatz, in der Familie oder bei Schwierigkeiten mit der Organisation des Alltags helfen.

Mit intensiver Betreuung, individueller Beratung, wirksamer Förderung und der gezielten Suche nach passenden Arbeitgebern schafft das Teilhabechancengesetz neue Perspektiven für die, die ohne Unterstützung absehbar keine realistische Chance auf einen regulären Arbeitsplatz haben. Denn Arbeit zu haben und für sich selbst sorgen zu können, ist eine Frage der Würde und der Teilhabe.

Sie sind Arbeitgeber und spielen mit dem Gedanken, einen neuen Beschäftigten einzustellen?
Dann können Sie dies mit einer Förderung durch eines der beiden neuen Regelinstrumente verbinden. Nehmen Sie Kontakt mit Ihrem Ansprechpartner im gemeinsamen Arbeitgeberservice  auf.

Sie sind Arbeitnehmer, mehr als zwei Jahre arbeitslos und möchten von der Förderung profitieren?
Bitte sprechen Sie Ihren persönlichen Ansprechpartner im Jobcenter Landkreis Uelzen an und fragen nach einer Förderung über § 16e oder § 16i SGB II (neue Lohnkostenzuschüsse). Ihr/e Ansprechpartner/in informiert Sie gern über die Details und schaut, ob Sie für eine Förderung in Betracht kommen und ob ein passendes Angebot vorliegt. Wenn nicht, kann das Jobcenter Sie auch auf der Suche nach einem passenden Arbeitgeber unterstützen. Wenn Sie die Fördervoraussetzungen erfüllen und ein passender Arbeitgeber gefunden ist, beantragt der Arbeitgeber die Förderung. Sie können dann mit dem Arbeitgeber ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis eingehen.