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Geringes Kurzarbeitergeld mit Grundsicherung aufstocken

Datum 07.04.2020

Wer Kurzarbeitergeld bezieht, muss mitunter schmerzhafte Einkommenseinbußen hinnehmen. Vor allem Geringverdiener mit einem hohen oder sogar vollständigen Arbeitsausfall könnten Ansprüche auf Grundsicherung haben. Darauf möchten wir Sie hiermit hinweisen. Es lohne sich, dies zu prüfen.

Wir können Beschäftigte finanziell unterstützen, die auf Grund von Kurzarbeit in finanzielle Not geraten. Dies gelte jedoch nur bis zur Höhe der üblichen Arbeitslosengeld-II-Sätze (Hartz IV - Grundsicherung für Arbeitsuchende). Ein Zuschuss, um den gewohnten Lebensstandard zu halten, ist nicht möglich.

Tatsächlich muss die Situation jedes Einzelnen individuell geprüft werden. Zwei Beispiele zeigen aber, in welcher Größenordnung Unterstützung möglich sein könnte: Ein Durchschnittsverdiener (alleinlebend, ohne Kinder) mit einem Einkommen von 2.300 Euro brutto, erhält bei 100 Prozent Arbeitsausfall 952 Euro netto Kurzarbeitergeld. Hat er eine Warmmiete von 600 Euro, stehen ihm rund 350 Euro vom Jobcenter zu. Zweites Beispiel, ebenfalls alleinlebend und ohne Kinder: Wer Mindestlohn bekommt und Vollzeit arbeitet, verdient etwa 1.600 Euro brutto. In 100 Prozent Kurzarbeit bleiben 715 Euro netto. Bei einer Warmmiete von 600 Euro stehen der Person rund 540 Euro vom Jobcenter zu. Kurz: Je geringer das reguläre Einkommen, je größer der Haushalt und je größer der Arbeitsausfall (Kurzarbeit), desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass das Jobcenter unterstützen kann.

Das Jobcenter (JC) Landkreis Uelzen hat eine Sonderrufnummer für Notfälle eingerichtet und ist montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr unter 0581/ 939-269 erreichbar.

Aktuelle Informationen, einen Überblick über die Neuregelungen in der Grundsicherung und abrufbare Anträge gibt es unter: www.arbeitsagentur.de/corona-grundsicherung. Zudem ist auch eine Sonderhotline für Selbständige, Freiberufler und alle Betroffenen geschaltet. Diese lautet: 0800 - 4 5555 23.