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Gelungener Neustart ins Berufsleben

Mit Teilzeit-Umschulung erfolgreich qualifiziert

Ausgabejahr 2017
Datum 13.07.2017

„Ich und eine Ausbildung? Das konnte ich mir gar nicht vorstellen. Und jetzt bin ich Friseurin, sogar drittbeste in meinem Jahrgang“. erzählt stolz Jasmin Ali Khan.

Im Jobcenter Hameln-Pyrmont freut man sich ebenfalls. Zwei Frauen, beide alleinerziehend, haben es geschafft. Nach fast drei Jahren Umschulung in Teilzeit haben Jasmin Ali Khan und Sina Gräf die Prüfungen bestanden und sind ausgebildete Friseurinnen. Gemeinsam mit der Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt, Regine Hölscher, blicken sie zurück.

„Beide Frauen sind durch die Maßnahme „Aktiv für Mütter und Väter“ auf die Umschulung vorbereitet worden. In Praktika wurden Sie an den Beruf herangeführt. Besonders für Erziehende ist die Teilzeit-Umschulung eine tolle Sache. Mit 30 Wochenstunden und drei Jahren Laufzeit wird fast die komplette Berufsschulzeit abgedeckt. Gefördert werden zusätzlich noch umschulungsbegleitende Hilfen. Dieses Modell ist auch für Arbeitgeber interessant, die vielleicht sonst keine geeigneten Auszubildenden finden“, berichtet Regine Hölscher.

Zwei Frauen – zwei unterschiedliche Ansätze. Sina Gräf erzählt dazu: „Ich wollte schon immer Friseurin werden. Ich hatte einen Realschulabschluss, wusste aber nicht, wie ich eine Ausbildung mit meiner Tochter organisieren sollte. Alleinerziehend, ein kleines Kind, das füllt ja schon den Tagesablauf. Dann habe ich kurz vor Weihnachten 2014 ein Praktikum gemacht. Das hat mir so viel Spaß gemacht und auch mein Chef war begeistert. Er wollte, dass ich direkt bleibe und mit der Ausbildung beginne. So habe ich ganz ungewöhnlich am 5. Januar 2015 angefangen.“

„Bei mir war das ganz anders“, meint Jasmin Ali Khan. „Ich habe nie daran gedacht, eine Ausbildung zu machen. Im Jobcenter fing dann meine persönliche Ansprechpartnerin damit an. Und in der Maßnahme ging es so weiter. Na ja, und dann war da auch bei mir das Praktikum. Im September 2014 habe ich dann mit der Ausbildung begonnen.“

Beide haben in den vergangenen fast drei Jahren auch Tiefpunkte überwunden. Besonders der Beginn war schwierig für mich“, erzählt Jasmin Ali Kahn. „Ich musste erst mal mein und das Leben meiner beiden Kinder neu strukturieren, auf die Ausbildung ausrichten. Das war hart, manchmal habe ich vor Verzweiflung geweint. Aber ich habe mir immer gesagt: Durchhalten.“ Und Sina Gräf hierzu: „Bei mir war das erste Jahr auch besonders hart, aber ich wollte es schaffen, mein Ziel erreichen. Tolle Unterstützung bekamen wir beide durch Frau Ernst, die unsere Umschulung begleitet hat.“

Im Rahmen einer Teilzeit-Umschulung werden wöchentlich 1 ½ Stunden begleitende Hilfen bei einem Bildungsträger gefördert. Silke Ernst war die Begleiterin von den beiden erfolgreichen Frauen während der Umschulung. Der Bildungsträger unterstützt im Berufsschulunterricht und kümmert sich gleichzeitig um die familiäre Absicherung. Die Kinderbetreuung muss passend zu den Arbeitszeiten organisiert werden und die Alleinerziehenden werden unterstützt bei der Organisation zu Hause, damit neben der ganzen Familienarbeit auch noch Zeit bleibt für die Berufsschule und die Prüfungen zu lernen. „Durch diese Begleitung fühlen sich unsere Umschulenden nicht allein gelassen, vieles kann so geklärt und geebnet werden. Damit haben wir sehr positive Erfahrungen gemacht“, erklärt Hölscher.

Und nun – wie fühlt man sich als Fachkraft? „Richtig gut, aber es ist noch alles so unwirklich“, kommt von den beiden Frauen. Richtig gut geht es für beide auch weiter. Beide können als ausgebildete Fachkräfte in ihren Umschulungsbetrieben bleiben.