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Kosten der Unterkunft - KdU

Neben dem Regelbedarf werden die Kosten fürs Wohnen - also die Kosten der Unterkunft und die Heizkosten - als Bestandteil des Arbeitslosengeld II gezahlt.

Grundsätzlich können diese Kosten voll übernommen werden. Dazu dürfen die Größe der Wohnung oder auch eines Hauses sowie die Unterkunfts- und Heizkosten die vorgegebenen Angemessenheitsgrenzen nicht überschreiten. Die Angemessenheitsgrenzen werden durch den Landkreis Hameln-Pyrmont festgeschrieben. Sie werden durch ihn regelmäßig überprüft und aktualisiert.

Drei Werte sind maßgeblich dafür, ob Ihre Wohnung innerhalb dieser angemessenen Werte liegt und die Kosten voll berücksichtigt werden können:

  1. Unterkunftskosten

Das sind die monatliche Kalt-/Grundmiete sowie die monatlichen Abschläge für Betriebskosten (Wasser, Abwasser, Müllgebühren etc.).

Maßgeblich für die anzuerkennende Miethöhe ist der Mietspiegel des Landkreises Hameln-Pyrmont. Hiernach wird die angemessene Miete der Wohnung geprüft

2.   Heizkosten

Heizkosten werden in Höhe der tatsächlichen Kosten, höchstens jedoch bis zu den Grenzwerten des Bundesweiten Heizspiegels übernommen.

Die Beträge des Heizspiegels werden jährlich aktualisiert. 

Sind an den jeweiligen Energieversorger nur für 11 Monate Abschläge zu zahlen, wird dies auch beim Jobcenter so berücksichtigt.

Müssen Sie selbst Brennstoff  - z. B. Heizöl oder Holz - kaufen, wird eine Brennstoffbeihilfe zum Einkauf dieses Heizmaterials gezahlt.

3.   Größe der Wohnung

Maßgeblich für die angemessene Größe Ihrer Wohnung sind die Richtlinien über die Soziale Wohnraumförderung in Niedersachsen (RdErl. des MS vom 01.09.2011).  Hierbei wird berücksichtigt, wie viele Personen in der Wohnung leben. Für eine Person ist eine Größe bis 50 qm angemessen, für zwei Personen sind es bis zu 60 qm. Ab drei Personen erhöht sich die Größe auf 75 qm. Für jede weitere Person werden 10 qm mehr Fläche berücksichtigt.

In besonderen Fällen wird die angemessene Wohnfläche fiktiv für eine weitere Person um 10 qm erhöht.

Abtretung der Miete an den Vermieter

Die Auszahlung der Kosten der Unterkunft erfolgt im Regelfall an den Bevollmächtigten der Bedarfsgemeinschaft. Dieser ist für die fristgerechte Zahlung der Wohnungskosten an den Vermieter zuständig. Auf Antrag des Bevollmächtigten kann eine direkte Zahlung der Miete durch das Jobcenter an den Vermieter erfolgen, sofern der gesamte Leistungsanpruch für die Höhe der Miete ausreicht (z. b. kann durch Anrechnung von Einkommen das zustehende Arbeitslosengeld niedriger als die zu zahlende Miete sein.)