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Jobcenter im Landkreis Celle ist Vorbild bei Familienorientierter Personalpolitik

Internes und externes Engagement wird mit FamiSiegel honoriert

Ausgabejahr 2017
Datum 30.05.2017

Familienfreundlichkeit ist aktuell neben der Vergütung einer der wesentlichen Faktoren für die Attraktivität eines Arbeitgebers. Und dass Unternehmen heutzutage attraktiv sein müssen, zeigt ein Blick auf die nahezu 1.300 freien Stellen in Stadt und Landkreis Celle, die der gemeinsame Arbeitgeberservice von Jobcenter und Arbeitsagentur in seiner Stellenbörse führt – Fachkräfte werden in vielen Branchen händeringend gesucht.
„Das Jobcenter unterstützt und berät einerseits Unternehmen, mit familienfreundlicher Personalpolitik Fachkräfte für sich zu gewinnen, andererseits auch Arbeitsuchende, die in der Familienphase beruflich tätig sein wollen“ erläuterte Gerhard Durchstecher, Geschäftsführer des Jobcenters im Landkreis Celle. „Natürlich wollen wir nicht Wasser predigen und Wein trinken – und haben uns daher mit moderner, innovativer Personalpolitik familienfreundlich aufgestellt“ so Durchstecher weiter.
Das Engagement wurde nun mit der Aushändigung des FaMi-Siegels belohnt. Petra-Johanna Regner vom Überbetrieblichen Verbund Frauen und Wirtschaft e.V. sowie Caroline Schneider-Skibbe von der IHK Lüneburg-Wolfsburg/Geschäftsstelle Celle freuten sich, nun auch das Jobcenter im Landkreis Celle auszeichnen zu können. „Das FaMi-Siegel wird durch einen Verbund namhafter wirtschaftlicher Einrichtungen an Unternehmen in Nord-Ost-Niedersachsen vergeben. Der Verleihung dieses Gütesiegels gehen eine Prüfung und ein Unternehmensbesuch voraus, ein bloßes Lippenbekenntnis reicht nicht aus“ schilderte Petra-Johanna Regner bei der Verleihung des Siegels.
Das Jobcenter hat hier einiges auf der Haben-Seite vorzuweisen. „Gut ein Drittel der derzeit etwa 240 Beschäftigten, darunter auch einige Männer, ist mit reduzierter Arbeitszeit tätig. Hierbei ist die klassische 50%-Regelung eher die Ausnahme, es gibt unzählige unterschiedliche individuelle Varianten, auch was die Verteilung auf die Arbeitstage angeht. Von den so frei gewordenen Stundenanteilen werden neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingestellt“ erläuterte Evelyn Günther, Gleichstellungsbeauftragte des Jobcenters. Dies habe auch den Vorteil, dass insbesondere zu den Öffnungszeiten am Vormittag mehr Personal für Kundinnen und Kunden zur Verfügung stehe. Weitere Unterstützungsangebote, die gerne angenommen werden, sind frühzeitige Gespräche, wenn nach Elternzeit eine Rückkehr an den Arbeitsplatz ansteht, verbunden mit einem Einarbeitungsplan und einem Paten, der als fachlicher Ansprechpartner zur Verfügung steht. Auch Telearbeit wird angeboten, und bei beispielsweise der kurzfristigen Erkrankung eines Kindes kann per Laptop von zu Hause aus gearbeitet werden. „Durch den überbetrieblichen Verbund gibt es viele Synergien. Beispielsweise wird das Angebot der Koordinierungsstelle für Frauen und Wirtschaft von Stadt und Landkreis Celle in Sachen Ferienbetreuung von unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seit 2014 gerne und häufig genutzt. Auch bei Betreuungsfragen oder Organisation von notwendiger Tagespflege sind wir eng verzahnt“ schilderte Günther die Vorteile, die sich aus der regional vernetzten Familienpolitik ergeben haben. Die Bewertung fiel entsprechend gut aus – 98,4 Prozent der möglichen Punkte wurden erreicht.
Neben der Gleichstellungbeauftragten, die für die Belange der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Verfügung steht, engagiert sich Dyana Mieske, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt, für Arbeitsuchende in der Familienphase und informiert Celler Unternehmen über Familienorientierte Personalpolitik. Messen und Veranstaltungen wie die Teilzeit-Infobörse, die Infoveranstaltung zu Ausbildung in Teilzeit oder das Schultütenfest für junge Abc-Schützen runden das Programm hier ab.
„Wir freuen uns, dass unsere Angebote von den Kolleginnen und Kollegen gut angenommen werden, und diese sogar in der Freizeit weitergelebt werden. So haben sich verschiedene sportliche Aktivitäten entwickelt, an der auch Familienmitglieder teilnehmen. Beteiligungen an „Rudern gegen Krebs“ und dem Celler Wasa-Lauf sind hier nur einige Beispiele. Für mich als Geschäftsführer ist es ein wirklich großes Lob, dass unser Jobcenter als familienfreundlich und damit als attraktiver Arbeitgeber ausgezeichnet worden ist!“, so das Schlusswort von Durchstecher.