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Brigitte Pothmer, MdB und arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag, informiert sich im Jobcenter im Landkreis Celle über regionale Aktivitäten und Projekte

Ausgabejahr 2015
Datum 10.09.2015

In ihrer Funktion als arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag besuchte die Bundestagsabgeordnete Brigitte Pothmer das Jobcenter im Landkreis Celle. Begleitet wurde sie von Annegret Pfützner, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Celler Kreistag und weiteren Kreistagsabgeordneten von Bündnis 90/Die Grünen Die gegenwärtige Situation auf dem Arbeitsmarkt im Landkreis Celle, derzeitige Chancen und Risiken sowie aktuelle Initiativen standen im Fokus eines gemeinsamen Dialogs mit Gerhard Durchstecher, Geschäftsführer des Jobcenters im Landkreis Celle.

Zu Beginn des Gespräches informierte sich Brigitte Pothmer über die Arbeitsmarktsituation. Hier konnte Gerhard Durchstecher einige beindruckende Ergebnisse der guten Arbeit seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorlegen: Dem Jobcenter im Landkreis Celle ist es seit dem Jahr 2011 gelungen, 10.500 Leistungsbezieher in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu bringen. Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsbezieher konnte um mehr als 12 Prozent gesenkt werden. Mit Blick in aktuelle Auswertungen hielt Pothmer es dagegen für kritisch, dass in der Altersgruppe der unter 15-Jährigen jeder sechste Jugendliche im Landkreis auf Leistungen des Jobcenters angewiesen ist, in der Altersgruppe der unter 3-Jährigen sogar jedes fünfte Kind.

Die Beteiligung des Celler Jobcenters an einem neuen ESF-Bundesprogramm für Langzeitarbeitslose und erste praktische Erfahrungen damit waren ebenfalls Thema. Mit dem Programm können über 35-jährige Hartz-IV-Empfänger, die mindestens zwei Jahre ohne Unterbrechung arbeitslos sind und keinen oder keinen verwertbaren Berufsabschluss haben, mit Lohnkostenzuschüssen in Unternehmen vermittelt werden. Während der Teilnahme werden die Langzeitarbeitslosen von Coaches, die bei den Jobcentern beschäftigt oder extern beauftragt werden, sozialpädagogisch betreut und nehmen bei Bedarf an Qualifikationsmaßnahmen teil. Pothmer ergänzte kritisch, dass von dem Sonderprogramm nur wenige Betroffene erreicht werden und es lediglich bis 2018 läuft. Angesprochen wurde auch die finanzielle Mittelausstattung des Jobcenters. Beachtliche 6,15 Millionen Euro setzt das Jobcenter für Leistungen ein, die kurz- oder mittelfristig zu einer Integration am Arbeitsmarkt führen. Pothmer kritisierte in diesem Zusammenhang die Unterfinanzierung des Verwaltungshaushalts der Jobcenter bundesweit.

Erfreulich fiel Pothmers Fazit aus. „Das Jobcenter hier im Landkreis Celle leistet professionelle Arbeit mit guten Ergebnissen für die Menschen. Sowohl für die Familien als auch für Alleinerziehende mit Kindern bietet das Jobcenter wertvolle Hilfen an. Für die von

den Beratungskräften des Jobcenters betreuten Jugendlichen, die vor der Einmündung in eine betriebliche Ausbildung stehen, ist es eine wichtige Anlaufadresse.“

Ein regelmäßiger und enger Austausch zwischen Politik und Verwaltung wurde auch mit Blick auf die bestehenden Herausforderungen für wichtig erachtet, und so will man im Dialog bleiben.